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Kritik

Bernd Gnann- Best of Made und Heimatabend musikalisch begleitet von seinem Russe Igor (Ernst Kies)

Bernd Gnann zeigt die besten Szenen aus seinen zwei Programmen : Die Made und seinem Heimatabend. Er mischt schwäbische Gedichte mit spontanen Gesprächen mit dem Publikum. Im Dialog mit seinem Russe Igor erzählt er die skurrilsten Geschichten aus seiner Heimat Reichenbach, wie er zwischen Dorfkirche und Dorfkneipe aufgewachsen ist, neben seinen sieben Geschwistern. Seit über 25 Jahren begeistert Bernd Gnann das Publikum mit seiner Komik, mit seiner Mimik, mit seinem Schauspiel. Er braucht keine Witze unter der Gürtellinie oder auf Kosten anderer, er ist authentischer Schwabe und hat schon in seiner Jungend in der Kabarrettgruppe "D' Gallerie" ganz Oberschwaben begeistert. Höhepunkt des Abends wird der kurz vor der Veranstaltung gedrehte Film sein. Ohne Vorbereitung geht Gnann auf die Straße und spricht Leute an, unternimmt skurrile Dinge, die kurz vor der Pause als Film-Premiere zu sehen sind. Über 14 Jahre war Bernd Gnann Staatsschauspieler am Staatstheater Stuttgart und hat in über 13 Tatorten große Rollen gespielt, bevor er 2009 in Karlsruhe das Kammertheater als Intendant übernommen hat. Mittlerweile hat der Schwabe in der Badischen Hauptstadt einen eigenen Fernsehsender: "Baden TV" (www.baden-tv.com), ein zweites Theater, sowie zwei Gastronomien und sogar eine eigene Airline (www.gnann-airlines.de). Lassen Sie sich also überraschen, was sich Bernd Gnann und sein Igor (alias Ernst Kies) so alles einfallen lassen, um dem Abend den richtigen Schwäbischen Glanz zu geben.

Pressekritik

SWR Beitrag zum Auftritt im Kammertheater Karlsruhe

 

 

Kritik aus dem Südkurier vom 11.10.2011

Humor für Kabarettgourmets

Gaienhofen – Heimat ist das, was uns vor Ort umgibt. Wenn Bernd Gnann es aufsammelt und samt einem russischen Straßenmusiker auf die Bühne mitbringt, so ergibt das den perfekten Heimatabend für Kabarettgourmets.
Humor für Kabarettgourmets
Bernd Gnann

Der Humor liegt auf der Straße – das beweist das Prinzip seines Programms mit dem eigentlich wenig anheimelnden Titel „Die Made“. Akkordeonklänge und oberschwäbische Lebensart vereint mit Heinz Erhardt-Gedichten, dazu „Soidewürschtle“ und Biokarotten von unterwegs, ein voll besetzter Saal mit Besuchern in einer frisch eröffneten „Kabarettkiste“ in Gaienhofen – kann dieses Sammelsurium ein abendfüllendes Programm sein?

Es kann. Dank Gnann. Die Erwartungen der Besucher wurde bei der Startveranstaltung der neuen Reihe nicht erfüllt, sondern ständig aufs Neue übertroffen, Schüttelreime und Wortwitz, Pointen und Haufenreime in Heinz Erhardt-Gedichten wurden durch Gnannsche Mimik und Gestik zu einer Karikatur ihrer selbst. Sie sorgten in ihrer Zeitlosigkeit für Begeisterung im Publikum, da sie Unerwartetes ebenso kombinieren wie Bernd Gnann und Ernst Kies (alias „Igor“) am Akkordeon die oberschwäbische Nostalgie mit russisch-melancholischen Klängen mischten.

Das Publikum machteBekanntschaft mit Oma, die mit Unwegsamkeiten des Alltags wie dem „verdreckte Schittschtoi“ konfrontiert wird, mit der Milchkuh namens Bärbel, die im jüngsten Spross der Familie weiterlebt, und man begegnete dem Schicksal der Namensgeberin des Programms: der allein erziehenden Made, die den grausamen Verlust ihres einzigen Kindes erleiden muss – und der seit den 60er Jahren Millionen von Erhardt-Fans bewegt. Und man beweint im Lied gemeinsam Horst das Hähnchen, an dessen Hinrichtung das Publikumdurch synchrones „Knack“ beim Biss in eine vorher verteilte Biokarotte mitwirkt.

Die Heimat vor der Haustüre
Überzogene Nostalgie bewirkt Distanz zum eigenen Alltag und reizt in Gnanns Programm zum Lachen, jedoch ohne geschmacklos oder platt zu wirken. Und so lässt man sich gerne darauf ein, die Heimat vor der Haustüre im Film zu sehen: gedreht direkt vor der Veranstaltung von Gnann persönlich.Da werden das „Schlachtfescht“, Passanten beim Walken, skeptische Angestellte des örtlichen Supermarkts und der Inhaber des Pizzamonopols zu unfreiwilligen, zufälligen Darstellern.

 


 

 

Chickenhaxen rauben Gnann die Worte

Tatort: Drei-Seen-Halle Illmensee, Samstag 20 Uhr. Zur allerbesten „Sendezeit“ gehen dem Serien-Krimihelden die Augen über. Zu seinem Heinz-Erhardt-Abend „Die Made“ strömen etwa 480 Gäste. In der „Schlüsselszene“ gegen 21.30 Uhr, Gnann hatte per Handy beim Hackl Schorsch Chickenhaxen geordert, wirkt er fast sprachlos.

ILLMENSEE (sel) Denn Hackls charmante Chefhostess Ildiko serviert binnen Minuten eine Riesenportion des Illmenseer Kultgerichts auf offener Bühne. Dass Bernd Gnann, gebürtig von einem Bauernhof in Bad Schussenried-Reichenbach, nach 12 Jahren und zahlreichen Hauptrollen am Staatstheater Stuttgart die Theaterbühne - vorerst - verlassen hat, ist ein Riesengewinn für die bunte Welt der Comedy und des Kabaretts.

Sein Soloprogramm "Die Made. Ein lustiger Heinz Erhardt Guten Abend" befruchtet das Genre der leichteren Muse ungeheuer. Woher und warum das Publikum so zahlreich herbei geströmt war, ist nach fast 2,5 Stunden kurzweiligster Schauspielkunst klar geworden: Der minutiöse Mix aus Können, Klamauk und Komödiantentum stimmt gar köstlich. Ab nächstem Jahr wird der Vielseitige wieder zum Theatermann, wenn er im September 2009 die Leitung des Kammertheater Karlsruhe übernimmt.

Birgit Riegger, Oberorganisatorin des Geburtstagsprogramms zum 25. Jubiläum der Öffentlichen katholischen Bücherei Illmensee, konnte erst aufatmen, als auch der letzte Nachzügler seinen Platz in der Drei-Seen-Halle gefunden hatte. Doch sofort nach den ersten Tönen des Begleitduos "Die Aufmugger" hupft Bernd Gnann auf die improvisierte Bühne an der Saalseite und brennt ein Spontanfeuerwerk seiner Volks-Kunst ab, das erst nach mehr als zweieinhalb Stunden Spielzeit mit einem Finale Furioso enden sollte – Gnann als Mireille Mathieu im ruckenden und zuckenden, aufjaulenden und abschnappenden Playback. Hier zu hatte der unvergessene Travestie-Star Gordy vor mehr als einem Jahrzehnt die künstlerische Messlatte unverschämt hoch gelegt. Bernd Gnann konnte da jedoch mühelos ran reichen.

Ganz anders trat er bei seinen Interpretationen der skurrilen Gedichte von Heinz Erhardt auf. Lange Jahre hatte sich 'der Dicke mit der dicken Brille' als Kasper der Wirtschaftswundergeneration in dümmlichen Filmchen und Fernsehproduktionen verschlissen -- der Hintersinn seiner Gedichte ist den meisten Zuhörern damals verschlossen geblieben. Jetzt, über 30 Jahre nach seinem Tod, gibt es ein Revival, an dem Bernd Gnann heute nicht ganz unschuldig ist. Dabei geht der 34-Jährige -- wenigstens in der Illmenseer Aufführung -- völlig eigene Wege. Statt des maskenhaft-starren Vortrags des altmeisterlichen Übervaters Heinz Erhard hat er sich völlig vom Vorbild gelöst und spielt in seiner Interpretation das Können und die artistische Beweglichkeit als jugendfrischer Entertainer gnadenlos aus. Da wird geröchelt, gerülpst gezischt und gemampft, im Dialog mit sich selbst und dem hingerissenen Publikum gekaspert und gekonnt gemimt. Dass dabei durchaus valentinische Spontankomik heraus kommen kann, lieferte die im Saal bejubelte Einspielung in der Gnann einen Hobbyschafzüchter beim Füttern fragt, ob er denn auch zu seinem Heinz Erhardt Abend käme? Die trockene, treuherzige Antwort des Ortsbekannten: "Noi, meine Frau kommt heute aus der Kur, da will die sicher was anderes sehen". Solche Sternstunden sind für den Protagonisten und sein Publikum selten, aber schön, wenn man dabei gewesen sein durfte.

(Erschienen: 20.10.2008)

 


 

 

Unverkennbar Heinz Erhardt – aber echt Bernd Gnann

Oggelshausen (bb) Mit seinem Gastspiel „Die Made“ – Gedichte und Texte von Heinz Erhardt, hat der „Gallerist“ und Schauspieler Bernd Gnann seinem Publikum im Dorfgemeinschaftshaus wirklich „ebbes botta“, und zwar Unterhaltung der Extra-Klasse.

 

Die Ankündigung des Abends, als „heiter vorgetragen von Bernd Gnann und musikalisch begleitet von „den Aufmuggern“ erweist sich - schlicht gesagt - als absolute Tiefstapelei. In unvergleichlicher Weise ehrt er diese Ikone der deutschen Unterhaltung und stellt damit sein hohes schauspielerisches Können unter Beweis. In feinstem Hochdeutsch und dem Heinz Erhardt’ eigenen, oft teilnahmslos wirkenden Mienenspiel rezitiert er Klassisches, Besinnliches und Sa“tier“liches aus seinem Repertoire: „Hinter eines Baumes Rinde, wohnt die Made mit dem Kinde…“ oder „Frauen sind die Juwelen der Schöpfung, man muss sie mit Fassung tragen“, um nur einige zu nennen. Das Besondere an Bernd Gnann ist allerdings, dass er zwischendurch immer wieder blitzschnell „dr Schwob“ ist, der mit exzellenter Beobachtungsgabe seinen Landsleuten auf „d’Gosch ond en d’Seel nei gugget“. Sämtliche Lachmuskeln werden auf das Äußerste strapaziert, wenn er den mit etlichen Weizen gesättigten Bräutigam gibt, der auf der Suche nach seiner „entführten Braut“ ist. „Wenn’s it wäga de Leit wär, ma hett die Hochzeit au grad sei lau kenna“. Dabei offenbart er auch sein akrobatisches Talent, hat doch jeder im Saal Angst, die vorderen Tische bekommen den Rest Bier aus dem Weizenglas auf den Kopf. Ohne Mühe gelingt es ihm, die Barriere zwischen Podium und Zuschauerraum zu beseitigen; er spielt Pingpong mit seinem Publikum, greift jeden Ball auf und ballert Pointe um Pointe zurück.

 

„Jeder Abend ist anders“

Und man nimmt es ihm ab, denn er ist ein Meister der Spontaneität, zeigt die vielen Facetten seines Könnens, allesamt unvergleichlich und echt. Man spürt, mit wie viel Freude und Spaß er dabei ist, wenn er, z. B. wie in Oggelshausen, seinen Bruder in Freiburg anruft und mit ihm im Duett das Lied vom „Hähnchen Horst“ singt - in Stuttgart darf’s dann schon auch mal eine Live-Schaltung ins VfB-Stadion sein. Der Name seiner Band „Die Aufmugger“ die ihn glänzend unterstützen, ist wohl auch Programm, denn bei so viel Frotzelei kann das nicht ausbleiben. Den absoluten Schlussakkord setzte er mit seiner Parodie auf eine Playback-Darbietung der Mireille Matthieu. Da blieb nun endgültig kein Auge mehr trocken und die Luft weg. „Schreiben Sie was Schönes, das war ein richtiges Erlebnis“ meint eine Zuschauerin, aber so richtig geht das gar nicht; man muss Bernd Gnann erlebt haben!

 


 

 

Zeitungsartikel aus der Schwäbischen Zeitung vom 31.12.2007 als PDF

Marbacher Zeitung - Schillerlaube Marbach vom 20.7.2009 als PDF